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Wien: Stalker muss zu "Anti-Aggressionskurs"

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Urteil: Wegen Nötigung und Stalking ist heute ein 20-Jähriger zu zwölf Monaten Haft - davon zwei unbedingt - verurteilt worden. Zudem muss er einen Anti-Aggressionskurs besuchen.

Was als "offene Beziehung" zwischen dem 20-Jährigen und seiner 40-jährigen Freundin begonnen hatte, endete am Dienstag vor Gericht. Nachdem die Frau zufällig herausgefunden hatte, dass ihr Freund erst 20 Jahre alt ist, wollte sie die Beziehung beenden.

Der junge Mann begann danach, sie mit Anrufen und SMS-Nachrichten zu bombardieren. "Er hat in der Nacht auch Steine an mein Fenster geschmissen", erinnerte sie sich. Schließlich zeigte die Frau ihren Ex-Freund bei der Polizei an und es wurde ein Betretungsverbot gegen ihn verhängt.

20-Jähriger drohte Frau mit Umbringen
Am 18. April spitzte sich die Situation zu. Nachdem die Frau bei ihrer Tante übernachtet hatte, bemerkte sie den jungen Mann in der Früh vor ihrem Haus. Rasend vor Eifersucht habe ihr Ex-Freund damit gedroht, sie umzubringen.

Danach verfolgte er sie in ihre Wohnung und verschaffte sich Zutritt. Nach einer Rangelei habe er sie auf das Bett geworfen und begonnen, sie unsittlich zu berühren. Erst als zufällig ein Arbeiter an der Tür geläutet hat, beruhigte sich die Situation.

Angeklagter wies Schuld von sich
Der Beschuldigte wies vor Gericht jede Schuld von sich. Er habe seine Ex-Freundin weder mit SMS-Nachrichten noch Anrufen bombardiert, auch von Drohungen und sexuellen Übergriffen könne keine Rede sein. Vielmehr habe die Frau wieder den Kontakt zu ihm gesucht.

Er gab lediglich zu, seine ehemalige Freundin bei der Rauferei geohrfeigt zu haben: "Sie hat mich geschlagen, gebissen und mir das Hemd zerrissen, da habe ich ihr eine Watsche gegeben". Das Urteil nahm er dennoch an.

Quelle: wien.orf.at vom 30.05.07


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